Wir verkaufen unseren Ländi und den Offroad-Anhänger

Landi und Anhänger

Wir verkaufen unser Offroad-Camping-Gespann: einen 3Dog-Zeltanhänger und einen Landrover Defender 110 Td5. Unsere Kinder sind nun Teenager und wollen keine weiten Reisen mehr machen – und passen mit 1,92 m schlicht nicht mehr auf die hintere Sitzbank im Landrover.

Das Auto hat Jahrgang 1999 und 186'325 km auf dem Tacho. Wir waren damit in Island, Marokko und 2014 für ein halbes Jahr in Australien. Wirklich Offroad in schwierigem Terrain/Wellblechpisten sind wir rund 3000 km gefahren. Der Landrover hatte nie grössere technische Probleme und die letzten 15 Jahre ein Dach über dem Kopf (Garage). Rost wurde im hinteren Teil des Längsträgers und der Hecktraverse ein Thema, ist im Moment aber kein dringendes Problem - Details siehe unten.

Den 3Dog-Anhänger haben wir 2013 für die Reise nach Australien gekauft. Er ist echt offroad-tauglich, mit denselben Pneus wie der Landrover (BFGoodrich All-Terrain, eingetragen im Fahrzeugausweis), was es einfacher macht mit den Ersatzpneus unterwegs. Der Anhänger ist die Offroad-Variante von 3Dog mit dem grossen Zelt (TrailDog). Wir haben ihn mit einer zweiten Matratze inkl. Federteller für die Kinder erweitert. Zudem haben wir ihn mit Solarpanel, Batterie und Kühlschrank ausgerüstet. Der Anhänger hat eine Küche mit fliessendem Wasser.

Da wir unseren Ländi und den Anhänger auf unseren Reisen liebgewonnen haben, wollen wir die beiden nicht einfach dem nächsten Händler verkaufen, sondern am liebsten wieder einer Familie, die damit auf Reisen geht – oder Campingferien in der heimischen Natur geniesst, solange grösser Reisen nicht möglich sind :-)

Wir verkaufen Auto und Zeltanhänger zusammen für CHF 29'000.- inkl. diversem Campingmaterial und Ersatzteilen. Den Anhänger allein würden wir für 14'000.- verkaufen. Gerne könnt ihr das Auto und den Anhänger bei uns anschauen. Ausführliche Details und Fotos sind unten, ich gebe auch gerne Auskunft: guido@santner.ch oder 078 682 20 86.

3Dog-Offroad-Anhänger

Zelt

Das Zelt ist die grosse Version von 3Dog, der TrailDog, mit einem Vorzelt/Küchenerker. Das Vorzelt deckt die Küche und den Eingang ab, reicht aber nicht wirklich wenn es regnet, um darunter zu Essen oder so. Dazu haben wir jeweils ein Tarp mitgenommen.

Der Stoff ist aus robuster Bauwolle und ist dicht auch bei starkem Regen und Wind. Das Zelt ist noch in gutem Zustand, aber wir waren nun insgesamt sicher 7 Monate zelten damit, wenn man alles zusammenrechnet. Der Stoff ist also ein wenig ausgebleicht von der Sonne, die Reissverschlüsse muss man ab und zu mit Silikon einsprayen und die Laschen bei den Häringen sind etwas spröde im Vergleich zu einem neuen Zelt.

Solarpanel
Wir haben den Anhänger mit einem Solarpanel, Batterie und Kühlbox (Engel MR 040) ausgerüstet. Die Solar-Panels lassen sich wie ein Koffer zusammenfalten und im Auto verstauen.
Der Strom reicht locker für den Kühlschrank und um Handys aufzuladen. Inklusive dem Wasser waren wir jeweils für gut eine Woche vollständig autonom. Wenn es vor Ort Wasser hat, kann man deutlich länger bleiben - bis einem das Essen ausgeht :-)

Unterwegs (während der Motor läuft) wird die Batterie vom Anhänger auch über das Auto geladen. Weitere Infos zur Technik siehe Menu für Technikfreaks.

Bettgestell

Damit auch die Kinder ein gutes Bett haben (wir sind 2 Erwachsene und 2 Kinder), rüsteten wir den Anhänger mit einer zweiten Matratze aus. Der Cover (die schwarze Plache über den geschlossenen Anhänger) ist deshalb etwas grösser.

Die Federteller unter der Matraze haben wir auf einen Holzrost montiert, den wir im Zelt auf den Boden legen. So es nicht nur bequemer, die Feuchtigkeit, die beim Schlafen entsteht, kann nun auch entweichen und die Matraze wird nicht feucht am Boden.

Bettgestell gestapelt

Der Holzrost lässt sich stapeln. In der Mitte auf dem Anhänger hat es genügend Platz.

Die Abstände des Holzrosts und die Dicke der Latten sind auf die Federteller abgestimmt, damit diese beim Stapeln nicht kaputtgehen.

Stange Küchenerker

Wer etwas grösser als der Durchschnitt ist, kann nur knapp stehen unter dem Küchenerker. Vor allem wenn die Seitenwand eingehängt ist, zieht es das Dach in der Mitte herunter - was etwas mühsam ist beim Kochen. Wir haben eine horizontale Stange ergänzt, die das Zelt oben hält. Die Öse zum Einhängen ist schon am Hauptzelt dran.

Fliegenvorhang

Die Fliegen gehen am Abend oder wenn man kocht gerne in den Anhänger rein. Am Morgen, wenn es hell wird, fliegen sie durch die Öffnung beim Bett ins Zelt. Wir haben einen Vorhang gegen die Fliegen aufgehängt und die Öffnung mit einem Fliegennetz geschlossen.

Im Innern des Anhängers ist ein Zurrsystem montiert, wie man es in Lastwagen oder Flugzeugen hat. Gegen die Öffnung hat es eine massive Stange zum Einhängen, die das Küchenmodul beim Fahren schützt. Zudem kann man Spanngurte einhängen um die Kisten auf dem Boden zu halten. Auf der Strasse ist dies nicht nötig, aber sobald man offroad fährt, ist das wichtig.

Unten sieht man das Ersatzrad. Auf der Seite des Anhängers kann man je einen 20-l-Kanister befestigen (siehe auch Bild ganz oben, Achtung, in der Schweiz ist das nicht legal, aber die Aufhängung selber kann man dran lassen bei der MFK).

Die Stossdämpfer haben wir nach Australien ersetzt. Die letzte MFK war 11.2018.

Gestell Kisten

Wir haben das ganze Gepäck in Rako-Kisten verpackt, die gut in den Anhänger passen. Damit wir die Kisten nicht ständig umordnen müssen, weil die falsche Kiste oben ist, haben wir ein Gestell geschweisst, in das man die Kisten reinschieben kann. Die Führungsschienen gehen hinten leicht nach unten, dann kann man die Kisten nach vorne ziehen und sie halten mehr oder weniger waagerecht, wenn man die Kleider herausnimmt.

Das Gestell und die Rako-Kisten geben wir mit. Das Gestell lässt sich einfach auseinander nehmen und im Auto verstauen.

Küche

Der Anhänger hat eine Küche mit fliessendem Wasser (40 l Tank im Anhänger). Das Kochfeld habe ich vor 2 Jahren ersetzt, weil die Brenner durchgerostet waren. Jetzt sind auch stärkere Brenner drin, die bei Wind besser heizen.

Beim Küchenelement ist der Rost auch ein Thema, da es hier feucht ist beim Campen, mal das Wasser der Nudeln überläuft und das Küchenelement aus Blech ist. Als ich den Brenner ersetzt habe, habe ich alles behandelt. Im Moment sieht es also gut aus. Zudem ist der neue Brenner deutlich robuster - er kommt aus dem Nautik-Zubehör und ist für Schiffe gedacht...

Landrover Defender 110 Td5

Landi

Der Landrover hat Jahrgang 1999 und 186'325 km auf dem Tacho. Wir haben ihn moderat ausgebaut, um ihn Reise-tauglich zu machen. Das Fahrwerk ist original bis auf die Reifen (BFGoodrich All-Terrain, eingetragen in Fahrzeugausweis). Vorn haben wir einen Unterfahrschutz montiert und je einen Schutz für das Differenzial und die Spurstange. Der Schnorchel beim Lufteinlass lohnt sich, damit weniger Staub im Luftfilter landet.

Landi

Zwei Schwachstellen hat der Td5, wenn man offroad fährt: Die Elektronik der Wegfahrsperre spinnt, wenn sie durchgeschüttelt wird, und die Dieselpumpe im Tank verstopft mit der Zeit - oder auch schneller, wenn man schlechten Diesel tankt. Wir haben deshalb die Wegfahrsperre deaktiviert und eine externe Dieselpumpe montiert. Letztere kann man auch unterwegs ohne Probleme ersetzen, wenn sie ausfällt. Nun hat es auch einen Filter vor der Pumpe.

Wir haben jeweils ein Diagnosegerät für den Motor mitgenommen. Das geben wir gerne mit inkl. ein paar Ersatzteilen, die wir noch haben.

Landi

Vorne haben wir bequeme Sportsitze montiert. Wir sind beide eher gross.

Landi

In der mittleren Sitzreihe haben wir Kopfstützen montiert für die Kinder.

Landi

Ursprünglich hatten wir den Ländi so umgebaut, dass wir darin schlafen können. Deshalb haben wir auch eine zweite Batterie montiert und den Ländi ensprechend verkabelt. Die Batterie ist hinten links in der Box von aussen. Aktuell ist keine Batterie montiert, aber die Kabel sind alle noch verlegt.

Der Fahrersitz lässt sich mit zwei Stiften lösen und abheben, damit man an die Batterie und die Elektroinstallation kommt. Das Gestell vom Fahrersitz ist sehr flach, damit die Sitzposition nicht höher ist.

Landi

Wie auf der linken Seite gibt es eine zweite Kiste für die rechte Seite (etwas grösser). Auf dem Niveau der Deckel der Kiste kann man schlafen. Für den Spalt zwischen den Kisten und gegen die Fahrersitze vorne hat es Bretter, die man während dem Tag verstauen kann. Die Mittelbank kann man entweder lassen oder zwei tiefere Kisten montieren, die wir jeweils bei längeren Reisen dabei hatten.

Zugelassen ist der Ländi nach wie vor für 9 Personen. Für die MFK muss man also die Sitze wieder montieren. Die letzte MFK war 7.2019.

Landi

Das Cockpit. Der Kompass ist cool, braucht man aber selten :-)
Das GPS ist schon ca. 10 Jahre alt, da gibt es sicher besseres. Und der Minidisk-Player von 1999 funktioniert nur noch knapp als Radio.

Landi

Der Rost ist wie gesagt im hinteren Teil ein Thema. Ich habe regelmässig den Unterbodenschutz erneuert und an einigen Stellen neue Bleche reingeschweisst. Seit einigen Jahren fahren wir im Winter das Auto nicht mehr. Nun musste ich viel weniger machen gegen den Rost, denn offensichtlich ist vor allem das Salz im Winter das Problem.

Im Moment gibt es keine grösseren Baustellen. An einigen kleinen Stellen hat es Blasen, die man behandeln sollte. Hier diverse weitere Bilder vom Ländi.